Editorial Matchball-Ausgabe 04-2014

Matchball – Tennis in Berlin und Brandenburg 04-2014-TitelMatchball – Tennis in Berlin und Brandenburg 04-2014-Titel

Liebe Tennisfreunde in Berlin und Brandenburg,

nach dem Ende der Freiluftsaison stehen uns im November noch zwei außerordentliche Ereignisse bevor – beide mit ungewissem Ausgang. Am 8. und 9. dieses Monats trifft das deutsche Porsche-Team unter dem Dach der Prager O2- Arena im Endspiel des Federation Cup auf die Mannschaft Tschechiens. Diesem sportlichen Höhenpunkt folgt nur eine Woche später unter dem Dach des Steigenberger Hotels am Kanzleramt in Berlin mit der 66. ordentlichen Mitgliederversammlung des DTB ein wichtiges verbandspolitisches Ereignis.

Prag ist für unser Damentennis das Sportereignis des Jahres 2014! Das Porsche-Team trifft auf das hervorragend besetzte tschechische Team mit Petra Kvitova an der Spitze. Während die Tschechinnen 2011 und 2012 den Fed-Cup gewannen, liegt der letzte deutsche Sieg (mit Graf und Rittner) schon 22 Jahre zurück. Auch im direkten Vergleich zwischen beiden Teams liegt Tschechien weit vorn. Das Finale stellt also für unser Team eine sehr große Herausforderung dar, ein deutscher Sieg wäre sensationell, aber – Tennis ist ein Spiel, unsere Damen sind auch Spitze, alles ist möglich.

Alles ist möglich, antwortet auch mancher, befragt nach der Mitgliederversammlung des DTB. Dort wird ein neuer Präsident gewählt, der die Geschicke des DTB in den kommenden Jahren lenken soll. Nur drei Jahre war Dr. Karl-Georg Altenburg im Amt, bei dessen denkwürdiger Wahl 2011 in Berlin die ganze Uneinigkeit unter den wahlberechtigten 18 Ver­bandspräsidenten zutage trat. Dr. Altenburg verkörperte für den DTB eine „externe“ Lösung, er entstammte also nicht dem Kreise der Verbandspräsidenten, eine in der 100-jährigen Geschichte unseres Verbandes eigentlich untypische Lösung.

Am 16. November wird von den Verbandspräsidenten wie­der eine „interne“ Lösung angestrebt:

Sie schlagen – mit großer Mehrheit, wie es heißt – Ulrich Klaus, seit 10 Jahren Präsident des Tennisverbands Rheinland-Pfalz, für die Wahl zum DTB-Präsidenten vor. Im Vorfeld hatte auch der Wimbledon-Sieger von 1991 und Direktor des ATP-Turniers am Hamburger Rothenbaum, Michael Stich, seine Bereitschaft für eine Kandidatur signalisiert. Der eine habe nur ein Programm, der andere Visionen – das war der Tenor einer einsetzenden, von verschiedenen Seiten be­feuerten Diskussion.

Der DTB aber hat vor allem eines: zu lösende Probleme an verschiedenen Baustellen in seinem Hause. Weder eine „externe“ noch ein „interne“ Führungspersönlichkeit allein kann das wieder richten, sondern nur ein vom Vertrauen der Lan­desverbände getragenes Präsidium. mit einem ideenreichen Präsidenten aus ihrer Mitte an der Spitze – dem dafür auser­korenen und bereiten Verbandspräsidenten Ulrich Klaus sollte die Chance gegeben werden, sich als solcher zu erweisen.

Dr. Dieter Rewicki

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